Unter Wasser

Anfang 2011 wollte ich gerne mal wieder ein Bild mit einer Meerjungfrau machen.

Ich zeichne an sich gerne Unterwasserlandschaften mit Korallen. Auf Kakao-Karten ist es eines meiner häufigsten Motive. Allerdings in Groß mache ich es doch relativ selten. Mir schwebte ein wenig eine Szene vor, in der ein Schwimmer zum ersten Mal einer Meerjungfrau begegnet.



Angefangen habe ich bei dem Bild wie immer mit den Gesichtsausdrücken. Diese müssen bei einem Bild einfach passen. Ich muss die Charaktere die ganze Zeit beim Zeichnen angucken, wenn sie mich nicht ansprechen, dann verliere ich zu schnell die Lust an einem Bild weiter zu arbeiten.

Ich wollte ihr gerne ein etwas naiveres Lächeln geben, sie sollte ein wenig fasziniert auf die Blasen gucken, die dem Mann aus dem Mund kamen. Er sollte wie gesagt eher ein geschocktes/ überraschtes Gesicht machen.

Nachdem die erste Hürde überwunden war, ging es bei der Hand weiter. Den Verlauf der Körper habe ich mir grob vorgegeben, damit ich an der richtigen Stelle heraus komme. Bis dahin hatte ich noch nie Hände ineinander verhakelt. Ehe ich das Bild an der Stelle versaue, wollte ich erst mal dies hinter mich bringen.

Danach wurde zur Entspannung erst mal bei den Korallen ausgetobt X3

Seine Haut machte mir ein wenig Schwierigkeiten. Ich wollte sie gerne normal hautfarbend machen. Allerdings sollte er nicht zu sehr aus dem Bild fallen. Deshalb habe ich versucht das Blau ein wenig in die Schatten zu bringen. An sich eine Kombination, die ich gerne schon mal gemacht habe, aber meist bei Vampiren, die tot wirken sollten ^.^“Neben Dunkelblau habe ich noch ein bisschen Lila reingebracht und auf Hellblau verzichtet, in der Hoffnung, dass die Hautfarbe trotzdem noch „lebend“ wirkt.

Für seine Hose nahm ich wieder mein geliebtes Streifenmuster X3 Das geht mir einfach gut und schnell von der Hand. Auch wenn ich sagen muss, dass die Badehose dadurch im Nachhinein vielleicht ein wenig wie eine Unterhose wirkt ^.^“

Den Fischschwanz mit einzelnen Schuppen zu versehen ist immer eine ziemliche Geduldsarbeit, da wirklich jede Schuppe einzeln ihren Schatten bekommt. Ich mache das immer so, dass ich nach der Grundierung mit den dunklen Tönen die Schatten erst einzeln für alle Schuppen setze. Dies machen etwa 3 Farbschichten aus (Grundierung, hier Hellblau, dann Dunkelblau und Schwarz). Nach diesem Schritt sieht der Schwanz eher platt aus, da alles sehr einheitlich ist. Anschließend nehme ich weitere Farben die im Bild vorkommen (hier Lila und Pink) und straffiere grob über die Flächen drüber. Durch den Farbwechsel entsteht ein wenig Plastizität im Schwarz.
Gerade der Schritt die Schatten zu setzen erfordert sehr Nerven, da es noch recht lahm aussieht. Aber sobald ich drüber gehen kann, wirkt die Steigerung enorm, das ist eine gute Belohnung für die Arbeit ^.^


Die Haare hatte ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Die sind immer anstrengend, nicht gerade das, was ich am liebsten mache. Die Lichteffekte im oberen Teil des Wassers waren ein kleines Experiment. Aber ich mag die Wirkung sehr.

Angefangen hatte ich das Bild Ende Januar. Fertig gestellt war es im März 2011. Also etwa 2 Monate Arbeit stecken in dem Bild.


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