Kopf-Tutorial

Frontalansicht

Profilansicht

3/4 Drehung

Kopf in Perspektive

Gesichtsbestandteile

Gesichtsausdrücke


Frontal-Ansicht
Die Grundlage eines jeden Kopfes bildet zuerst ein Kreis. Dieser ist besonders wichtig, da er am Ende den Hinterkopf darstellt, achtet also drauf, das es auch wirklich rund ist ... nicht perfekt aber annähernd ^.°

Markiert den Mittelpunkt im Kreis und tragt darauf hin zwei senkrecht aufeinander stehende Linien ein.
Da es sich nur um Hilfslinien handelt und sie sowieso am Ende radiert werden, ist es hier noch egal, ob sie über den Kopf hinaus stehen oder nicht ^.° nach unten raus sollte sie aber etwas länger sein, da dort später noch das Kinn hinzu kommt ^.°
Die senkrechte Linie stellt die Kopfmittellinie dar, die waagerechte markiert die maximale Höhe der Augen.

Zeichnet anschließend unterhalb der waagerechten Linie eine zweite Linie. Diese markiert die Höhe Euerer Augen, die Ihr ganz nach belieben variieren könnt ^.°
Um so tiefer diese sitzt um so größer werden die Augen.

Zeichnet anschließend Euere Augen dort dazwischen ^.°
Achtet aber darauf, dass Euere Auge nicht zu dick beieinander liegen. Im Schnitt würde zwischen beide Augen ein Drittes passen.

Die Peripherie des Kreises würde dann die Höhe der Nase darstellen.
Den Mund knapp darunter anordnen.
Die Größe der Augen bestimmt somit auch die Länge des Nasenrückens. Sind die Augen recht real und schmal, ist auch die Nase automatisch dadurch größer. Das Gesicht wirkt dadurch erwachsener.

Anschließend muss der Kiefer eingezeichnet werden, welcher die Gesichtbegrenzung darstellt.
Setzt dazu auf Augenhöhe an der Kreisperipherie an und geht im steilen Winkel nach unten. Dies bildet den bereich der Schläfen. Auf Höhe der Nase und des Mundes einen Knick in den Kieferverlauf machen und auf das Kinn zu laufen. Dieses liegt auf einer Linie mit dem Mund und der Nase. Das Kinn muss gleichlang bis breiter sein als der Mund-Nase-Abstand. Ein sehr dominantes Kinn macht oft einen recht maskulinen Eindruck, aber nicht übertreiben mit der Breite ^.°

Zeichnet Euch anschließend eine weitere Hilfslinie ein, um die Höhe der Stirn zu markieren. Sie kann ruhig auf 2/3 Höhe der oberen Hälfte liegen. Ein sehr schmal Stirn lässt den kopf insgesamt recht flach wirken ^.°

Anschließend noch Ohren und Haare hinzufügen.
Die Ohren liegen etwas auf Höhe der Augen.
Bei den Haaren aufpassen: die haare selbst haben ebenfalls Volumen, welches auf dem Kopf aufliegt. Die haare können also ruhig etwas von dem Ursprungskreis abstehen, nicht völlig eng anliegen lassen ^.°


Profil-Ansicht
Auf für das Profil eines Kopfes ist die Grundlage ein Kreis.
Die Runde Form ist wieder zuständig für die Form des Hinterkopfes.

Fangt an, wie bei dem ersten Versuch, indem Ihr Euch zunächst wieder zwei senkrecht aufeinander stehende Geraden zeichnet.
Im Gegensatz zur Frontansicht markiert die senkrechte Linie jedoch nicht die Mittellinie des Gesichtes, sondern die Abgrenzung für das Gesicht. Das Gesicht selbst befindet sich also nur noch auf der linken (bzw. rechten) Seite des Kreises.
Die Waagerechte Linie stellt wie zuvor wieder die Maximalhöhe der Augen dar.

Fügt ebenfalls wieder eine sich darunter befindliche Linie ein, die die untere Begrenzungslinie der Augen markiert, je nachdem wie groß Euere Augen werden sollen.

Zeichnet nun das Auge zwischen diese beiden Linien.
Ganz wichtig ist dabei, dass Ihr das Auge perspektivisch staucht. Man guckt ja quasi seitlich auf das Gesicht und somit auch auf das Auge. Dabei sieht man nur den Rand des Augapfels. Gerade wenn der Blick trotzdem zum Betrachter geht fällt es oft schwer das Auge trotzdem noch wie von der Seite wirken zu lassen. Oft reicht es aber schon aus, wenn man die Iris etwas staucht, also diese mehr lang gestreckt als rum zu zeichnen.

Anschließend zeichnet Ihr Euch eine weitere Hilfslinie ein, welche die Begrenzung des Kiefers einstellt. Dass Gesicht selbst ist recht flach. Setzt dazu den Stift an der äußersten Stelle des Kreises an und geht gerade bis leicht gebogen nach unten. Achtet wieder darauf, dass euer Kinn denselben Abstand zur Kreisperipherie hat wie schon zuvor bei der Frontansicht. Zeichnet anschließend eine Weitere gebogene Hilfslinie welche bei der Kreismittellinie ansetzt. Diese im schönen Bogen zum Kinn hin verlaufen lassen.

Anschließend kommt an diese Hilfslinie das Gesicht, die Hilfslinie dient dabei als Orientierung, dass Euer Gesicht nicht schief wird.
Setzt am besten auf halber Höhe der Augen an und geht schön geschwungen nach unten, sodass sich der Nasenrücken formt. Die Form der Nase ist mehr Geschmackssache, die reich von flach gebogen bis hin zu großen spitzen Zinken, ganz wie euer Stil beliebt ^.°
Oberhalb der Nase etwas auf Höhe der Augenbrauen einen kleinen Bogen rein machen, und dann die Stirn schön flach nach hinten entlang der Kreisperipherie auslaufen lassen.
Beim Kinn nicht völlig gerade nach unten gehen, macht unterwegs noch kleine Bogen rein, welche die Lippen darstellen. Am einfachsten geht dies, wenn ihr euch zuerst den Mund andeutet. Anschließend einfach die Lippen darum zeichnen.

Zeichnet Euch auch hier wieder eine Linie für die Haarbegrenzung ein.
Setzt dazu wieder bei der Kreismittellinie ein und zeichnet im wohlgeformten Bogen zur Kreisperipherie hin. Die Höhe beträgt wie zuvor wieder etwas 2/3 der oberen Kreishälfte.

Das Ohr kommt knapp hinter die Kreismittellinie. Von der Höhe her setzt es etwa auf Augenhöhe an. Bitte nicht bis zu den Augenbrauen hoch ziehen ^.°
Unterhalb des Ohres noch etwas den auslaufenden Kiefer durch einen kleinen Strich andeuten.
Anschließend wie schön bei der Frontalansicht wieder Haare und Hals ergänzen.


3/4 Drehung
Die Ausgangsform für unseren Kopf bildet auch in der 3/4 Drehung der Kreis, bzw. eine Kugel.
Die Mittellinie wieder ganz normal ziehen. Auch bis zu halber Höhe der unteren Kreishälfte die Begrenzungslinie für die Augen ergänzen, wie zuvor.

Der erste Unterschied im Vergleich zu Profil- oder Frontansicht liegt in der Positionierung der Gesichtsmittellinie: Die linke Gesichtshälfte ist leicht nach links gewandt (bzw. auch rechts, ich gehe von der Skizze aus), dazu wirkt sie in der Breite kürzer als die rechte Gesichtshälfte.

Die Gesichtsmittellinie ist also nach links verschoben.

Ihr könnt diese Linie auch leicht wölben, das Gesicht ist ja nicht völlig flach, an sich macht es jedoch keinen großen Unterschied für die Position von Nase und Mund aus. Bevor Ihr sie also zu stark wölbt lieber darauf verzichten ^.°

Die Augen werden wie gewohnt zwischen den beiden waagerechten Hilfslinien platziert. Doch auch bei der Form der Augen zeigt sich, dass die linke Gesichtshälfte gestaucht ist. Das linke Auge wirkt deutlich schmaler als das rechte. Macht das vor allem wie schon beim Profil an der Iris fest. Je weiter der Kopf gedreht ist, umso schmaler wirkt das linke Auge.

Um Spannung zu erzeugen wird oft auch die linke Gesichtshälfte komplett schwarz dargestellt, wenn der Kopf weit genug gedreht ist, sodass man nur ein Auge sieht. Auch wenn die Haare recht weit ins Gesicht hinein reichen, wird das linke schmalere Auge gerne weggelassen, bevor es zu sehr gestaucht ist.
Das ist allerdings einmal von der Situation der Szene und zum anderen auch vom persönlichen Geschmack des Zeichners beeinflusst ^.°

An der Höhe von Mund und Nase ändert sich durch die Drehung des Kopfes ebenfalls nichts. Die Nase auf Höhe des unteren Endes der Kreisperipherie platzieren, den Mund knapp darunter.
Was bei der Nase zu beachten ist: Die Nasenspitze steht ja leicht aus dem Kopf heraus, wirkt also weiter links. Der Nasenrücken liegt daher näher am linken als am rechten Auge.
Wenn Ihr einen Nasenstil habt, der quasi nur aus dem Nasenrücken besteht ist das ganz wichtig. Die Unterkante der Nase muss jedoch trotzdem bis zur Gesichtsmittellinie heran reichen ^.°

Bei der Kopfform ist zu beachten:
Die Gesichtsbegrenzungslinie ist nicht völlig gerade. Das Auge ist ja durch die Augenhöhle leicht abgesenkt. Dellt die Gesichtsbegrenzungslinie auf Höhe des Auges leicht ein, auf Höhe der Wangenknochen und der Augenbrauen hat die Gesichtsbegrenzungslinie ihre größte Ausdehnung.
Die linke Seite des Kiefers steiler verlaufen lassen als die rechte.

Anschließend wie zuvor auch wieder Hals und Haare ergänzen.
Der Hals setzt wieder auf Höhe des Ohres an. Das Kinn ist weiter nach links verlagert, je nachdem, wie weit der Kopf gedreht ist, und wie schmal Euer Hals ist, kann das Kinn leicht über ihn hinaus stehen.
Die Regel dabei:
Schmale Hälse setzten leicht vor dem Ohr an und der Kiefer steht etwas drüber, breite Hälse setzen hinter dem Ohr an, das Kinn steht nicht so weit drüber ^.°

Die Haare leicht vom Kopf abstehen lassen, sie haben selbst Volumen, was den Kopf breiter erscheinen lässt.


Fortsetzung folgt
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